Was ist eine GEDCOM-Datei?

GEDCOM ist das Textformat, mit dem Genealogieprogramme Stammbäume austauschen. Was die Datei enthält, was fehlt und wie Sie sie öffnen.

Aktualisiert

Eine gemeinsame Sprache für Stammbäume

GEDCOM steht für GEnealogical Data COMmunication. Es ist ein textbasiertes Format, das FamilySearch entwickelt hat, damit Stammbäume zwischen Programmen wandern können, die ihre Daten sonst völlig unterschiedlich speichern.

Nahezu jedes ernsthafte Genealogieprogramm — Ancestry, MyHeritage, Gramps, RootsMagic, Legacy Family Tree, Family Tree Maker — kann GEDCOM schreiben und lesen. Damit ist es der praktische Weg, Ihre Forschung aus einem Werkzeug heraus und in ein anderes hinein zu bringen.

Was in einer .ged-Datei steht

Öffnen Sie eine GEDCOM in einem Texteditor, sehen Sie nummerierte Zeilen statt eines Baumbilds. Jede Zeile besteht aus einer Ebenennummer, einem Tag und einem Wert.

  • INDI-Datensätze: einer je Person, mit Namen, Geschlecht und Lebensereignissen.
  • FAM-Datensätze: einer je Familie, der Ehepartner und Kinder verknüpft.
  • Ereignis-Tags wie BIRT, DEAT und MARR, mit Daten und Orten.
  • Quellenangaben und Notizen, sofern das exportierende Programm sie mitgibt.

Was GEDCOM meist zurücklässt

Eine GEDCOM transportiert die Struktur Ihres Baums, nicht das Material darum herum. Fotos, gescannte Dokumente und Geschichten werden normalerweise nicht eingebettet — manche Programme exportieren einen separaten Medienordner, andere verweisen auf Dateipfade, die auf einem anderen Rechner ins Leere laufen.

Auch Formatierungen gehen verloren. Farbcodierungen, eigene Faktentypen und programmspezifische Felder überstehen eine Übertragung selten, weil das empfangende Programm kein passendes Feld dafür hat.

Datumsangaben sind die häufigste Fehlerquelle

Der GEDCOM-Standard erwartet Daten in der Form 12 MAR 1897, mit einer englischen dreibuchstabigen Monatsabkürzung. Programme, die auf eine andere Sprache eingestellt sind, schreiben manchmal lokalisierte Monate wie MÄR, MARS oder MAA.

Deshalb kann dieselbe Datei in einem Programm perfekt aussehen und in einem anderen leere Datumsfelder zeigen. PrintMyTree erkennt beim Einlesen Monatsnamen in mehreren Sprachen, sodass lokalisierte Exporte trotzdem korrekt dargestellt werden.

So öffnen Sie eine GEDCOM

Sie müssen keine Software installieren, um hineinzuschauen. PrintMyTree liest eine .ged-Datei direkt im Browser und zeichnet den Baum — die Datei wird auf Ihrem eigenen Gerät verarbeitet und nie auf einen Server hochgeladen.

Von dort aus wählen Sie eine Wurzelperson, legen die Zahl der Generationen fest, korrigieren Namen und Daten und exportieren das Ergebnis als druckfertiges PDF oder bestellen es als gedrucktes Poster.